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Eine Reise in die Vergangenheit
Kommen Sie nach Bad Münstereifel und erleben Sie lebendiges, romantisches Mittelalter. Nirgendwo in Nordrhein-Westfalen gibt es eine vergleichbar unversehrte mittelalterliche Stadt: mit vollends erhaltener Stadtmauer, vier mächtigen Toren und Burganlage. Mit stolzen Bürgerhäusern, liebevoll restaurierten Fachwerkbauten, verträumten Winkeln, stillen Gassen und insgesamt zehn Brücken über die Erft, die mitten durchs Städtchen rauscht.
Bad Münstereifel ist innerhalb der Stadtmauer komplett unter Denkmalschutz gestellt - als einzigartiges Ensemble von baugeschichtlichem Reiz.
Etwa um das Jahr 830 wurde der Grundstein zu Münstereifel gelegt. Die landschaftlich bevorzugte Lage dürfte Abt Marquard vom Prüm bewogen haben, hier ein Benediktinerkloster zu gründen. Die Überführung der Gebeine des Märtyrer-Ehepaares Chrysanthus und Daria machte das "Neue Münster" zum vielbesuchten Wallfahrtsort. Gläubige und Pilger kamen von nah und fern, und so siedelten sich an diesem aufstrebenden Platz auch Handwerker und Kaufleute an.
Die im 12. Jahrhundert vollendete Stiftskirche mit ihrem stattlichen Westwerk verdeutlicht die damalige Bedeutung. Aus dieser Zeit stammt auch das "Romanische Haus" von 1167 - eines der ältesten Steinhäuser des Rheinlandes. Heute befindet sich hier das Heimatmuseum - ein Spiegelbild des mittelalterlichen Lebens in Bad Münstereifel - und eine umfangreiche Fossiliensammlung - liebevoll in einem Gewölbekeller aufgebaut.
1265 fällt Münstereifel an die Grafen von Jülich, die es zu einem starken Stützpunkt ihrer Macht ausbauen. Sie errichten die Burganlage und die Stadtmauer mit den vier Toren und 18 Wehrtürmen – insgesamt 1,6 km lang und heute auf 220 Metern wieder wie einst begehbar.
1298 wird Münstereifel erstmalig Stadt genannt.
In der folgenden Blütezeit entstehen Bauten von beeindruckender Schönheit: um 1470 das historische Rathaus, damals zugleich Gewandhaus mit seiner charakteristischen roten Fassade, dem imposanten Treppengiebel und den in Stein gehauenen Wappen. Ebenso bemerkenswert ist das großartig restaurierte Windeckhaus in der Orchheimer Straße (1644) – ein prachtvoller Fachwerkbau aus der Zeit nach dem 30jährigen Krieg. Nicht zu vergessen das jetzige St.-Michael-Gymnasium mit der Jesuitenkirche daneben. Es wurde im 17. Jahrhundert als Jesuitenkolleg gegründet und war lange Zeit das einzige Gymnasium zwischen Köln und Trier.
Auch die Entstehung als Kneipp-Heilbad ist fast schon historisch, denn bereits 1929 wurde Münstereifel durch den Bau des ersten Kneipp-Kurhauses der Rheinlande zu einem Zentrum der Heilmethode nach Kneipp. Im Mai 1999 wird das Jubiläum "70 Jahre Kneippkur in Bad Münstereifel" gefeiert. Seit 1967 ist Münstereifel "Bad", und so schließt sich der Kreis der Geschichte – vom romantischen Kleinod des Mittelalters zum modernen, staatlich anerkannten Kneipp-Heilbad von heute.
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